Soul Food vom Grill: Grill-Klassiker, die immer gehen

 

Essen für die Seele. Für jeden ist das etwas anderes: Schokolade, Linsensuppe, Hühnerfrikassee. Doch für mich kommt Soul Food vom Grill, natürlich. Und tatsächlich kommt der Begriff »Soul Food« wirklich aus dem Grillbereich.

Afrikanische Sklaven und später in den USA geborene Afroamerikaner, die wegen der Rassentrennung in verarmten Verhältnissen lebten, mussten hart für ihre Nahrung kämpfen. In den Südstaaten, wo die Sklaverei lange aufrecht erhalten wurde, jagten sie Tiere wie Opossums, Kaninchen, Grauhörnchen oder sogar Rotwild.

 

Zusammen mit Muscheln, Fisch und sättigenden Beilagen wie Mais, Kartoffeln oder Reis kreierten sie so ihre ganz eigene Küche. Diese wurde um die hiesige Gewürzkultur verfeinert, aber auch europäische, afrikanische und karibische Einflüsse fanden sich schnell in der »Soul Food«-Küche wieder.

 

Die bekanntesten Gerichte der originalen Südstaaten-Soul-Food-Küche sind Chicken Drumsticks, Chicken Wings, Spareribs, Corn Pudding, Meatballs und Hushpuppys. Viele dieser Gerichte sind heute fester Bestandteil der westlichen Barbecue-Kultur und werden sogar in Wettkämpfen zur Perfektion getrieben.

 

Soul Food ist im Ursprung seiner Bedeutung also leckeres Essen aus der Heimat, welches man aus Not mit den zur Verfügung stehenden Zutaten zu einem Mahl kochte, um die Alltagssorgen zu vergessen und sich einfach wohl zu fühlen. Soul Food ist für mich das Gefühl von Heimkommen, wenn man bereits im ersten Bissen zurück an seine Kindheit und gute Hausmannskost denkt, als die Welt noch in Ordnung war.

 

1 Spareribs / Rippchen

 

Egal ob Baby Back Ribs oder St. Louis Cuts, Schweinerippchen schmecken immer, wenn man sich Zeit dafür nimmt. Perfekt gelingen sie natürlich im Smoker, low and slow gegrillt, mit einer schönen rauchigen, pikanten Barbecue-Sauce. Bei einem optimalen Fleisch-Fett-Verhältnis löst sich das Fleisch mit nur wenig Zahneinsatz bereits vom Knochen. Man muss es noch ein wenig zupfen können.

 

2 Pulled Pork

 

Zupfen ist das Stichwort. Heute wird alles gezupft (to pull = zupfen, ziehen), doch nur das originale Pulled Pork ist immer und überall ein Klassiker. Egal ob aus dem Dutchoven, dem Gagsrill oder dem Smoker, das verkochte Stück Schweinenacken wird dann perfekt, wenn es eine schöne Kruste hat und man es mit einer BBQ-Sauce würzt, das einen sprachlos am Tisch zurücklässt. Die Würzung ist hier so individuell wie bei bei einem guten Burger, und tatsächlich wird meist das Pulled Pork in einen Burger verbaut. Also, auch auf die Beilagen achten!

 

 

 

 

3 Klassischer Burger

 

Bei Burgern gibt es keine Grenzen. Klein, groß, süß, scharf, fleischlastig oder vegan. Über Burger lässt sich streiten, doch eines haben alle Rezepte gemeinsam: die besten Zutaten. Buns, Fleisch und Beilagen müssen mit der Sauce abgestimmt sein. So individuell wie der Burger ist kein Soul Food, hier grillt und kocht man für die eigene Seele.

 

 

4 Bacon Bomb

 

Etwas ausgefallener ist die Bacon Bomb, die man sowohl pur als auch in einem Burger essen kann. Die Geschmacksintensität erlangt man hier durch die Würzung des Hacks, die Füllung und die Glasierung der Bacon Bomb. So lässt sich das »gudd schmack«-Erlebnis, wie wir im Saarland sagen, selbst gestalten. Gerade bei der Füllung sind unglaubliche Kombinationen wie Maccharoni, Käse, Bacon, Jalapeno und denkbar. Und Kombinationen haben immer Soul-Food-Potenzial.

 

5 Frikadelle / Bullette

 

Eine deutsche Abart der Bacon Bomb ist die Bullette oder Frikadelle. Gerade in Deutschland ist das Bauarbeiter-Frühstück in halb und halb mit Ei, Paniermehl und etwas Senf sehr beliebt. Ob aus der Pfanne oder vom Grill, ob auf dem Teller, in der Semmel oder direkt aus der Hand – Frikadellen genießt man mit jedem Bissen.

 

6 Bratwurst

 

Bei der Bratwurst hat man wenig Einfluss auf Fleisch und Geschmack, es sei denn, man macht sie selbst. Aber das ist gar nicht nötig, denn eine fertige Bratwurst ist eine gute Bratwurst, ob im Brötchen mit Senf oder neben Kartoffeln beim Grillfest. Die Bratwurst ist eine Glaubensfrage, jeder kauft dort, wo er schon immer gekauft hat. »Der hat die beschde Wurschd!«

 

 

7 Schwenker (Schweinenackensteak)

 

Ein Regionaltipp von mir: der echte saarländische Schwenker. Hier gibt es deutschlandweit Unterschiede in der Marinade. Auch die Grillmethode ist verschieden, manchmal kommen sie direkt vom Dreibein über offenem Feuer, manchmal von einer Plancha vom Gasgrill. So oder so, ein Schwenker ist Essen für die Seele und kommt am besten mit einem Frischgezapften daher.

 

8 Bacon Cannelloni

 

Eine weitere besondere Art der Essenszubereitung. Rohe Cannelloni werden mit gewürztem Hack gefüllt und mit einer herrlichen BBQ-Sauce eingepinselt. Durch das Grillen auf dem Gasgrill eignen sich die Bacon-Cannelloni optimal für einen Appetizer – bei mehr als zwei auch gerne als vollwertige Mahlzeit.

 

9 French Bacon Rolls

 

Auch bei den French Bacon Rolls kann man seine Individualität ausleben und sich seinen Ärger von der Seele grillen. Im Prinzip sind das plattgerollte Toastscheiben ohne Rinde, die nach Lust und Laune belegt und dann zusammengerollt werden. Diese müssen dann noch mit BBQ-Sauce bepinselt und vorher am besten noch einmal mit Bacon-Scheiben ummantelt werden. Wie die Bacon Cannelloni sind French Bacon Rolls perfekte Appetizer.

 

10 Rumpsteak vom Grill

 

Kurz und knapp, das ist mein Wochenendhighlight, wenn es tagelang mal wieder stressig war. Ein gutes Stück Fleisch zum gewünschten Gargrad gegrillt und nur mit Salz und Pfeffer gewürzt. Fleischgenuss at its best. Doch auch hier lässt sich wunderbar mit Fleischsorten, Grillmethoden und Würzungen variieren. Selbst Profis erfreuen sich immer wieder an diesem Standard-Rezept.

 


Herzlichen Dank an Dalem BBQ zur Bereitstellung der Fotos.

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